Dimitri Olenin, russischer Deserteur und Flüchtling, im Mai 2003 aus dem
Abschiebelager Fürth nach Moskau abgeschoben:
Zur Demonstration "Deutschland Lagerland" am 24.05.2003 in München
Seit 20. Mai lebe ich ohne gültige Papiere. Zuvor musste ich mich zwei
Wochen verstecken. Ich bin zwar in Freiheit, aber ich kann jeden
Augenblick festgenommen werden.
Ich betrachte meine Verhaftung und Abschiebung als Verstoß gegen
Menschenrechte und als eine persönliche Rache von Herrn Hammer und Herrn
Meissner an mir.
Mich wundert, dass diese Menschen noch immer ganz dreist lügen. Es wurde
von Herrn Hammer gesagt, dass es am 24. April keinen Abschiebeversuch
gegeben hat. Und ich sage, dass es doch einen Versuch gegeben hat. Ich
war am Flughafen München. Beim Transport zum Flughafen war ich der
einzige unter vier anderen mit Handschellen. Ich war fast eine ganze
Stunde am Flughafen.
Wegen den ganzen Verstößen gegen die Ausländergesetze von Herrn Hammer
und Herrn Meissner will ich beide verklagen und dafür sorgen, dass die
Beiden nie wieder für die Regierung oder mit Ausländern arbeiten.
Solidarische Grüße aus Moskau,
Dimitri